Aphrodisierende Cocktails sollen Lust und sexuelles Verlangen durch bestimmte chemische Bestandteile steigern – hier finden Sie 7 Rezepte
Aphrodisierende Cocktails sollen Lust und sexuelles Verlangen durch bestimmte chemische Bestandteile steigern. In vielen Fällen beruht ihre aphrodisierende Wirkung jedoch nicht auf einer wissenschaftlichen Grundlage, sondern auf volkstümlichen Überzeugungen.
Manchmal wirken sie durch Assoziation (Pflanzen, Früchte oder Lebensmittel, deren Aussehen und Form an Genitalien erinnern: geöffnete Erdbeeren oder Äpfel, Birnen, Spargel, Gurken oder Bananen; Muscheln, Austern oder Miesmuscheln); durch eine direkte Wirkung, indem sie dank der Eigenschaften ihrer Zusammensetzung enthemmend wirken (in diese Kategorie fallen alle Arten von Hormonen, Arzneimitteln oder andere Substanzen); und durch Volksglauben (Lebensmittel oder Elemente, denen aufgrund nicht belegter populärer Überlieferungen aphrodisierende Effekte und eine Steigerung des sexuellen Verlangens zugeschrieben werden).
Beispiele für Aphrodisiaka
—Schokolade: Sie gilt als eines der aphrodisierenden Lebensmittel. Wissenschaftlich lässt sich dies — zumindest in gewissem Maße — durch die enthaltenen Xanthine erklären, die anregend wirken.
—Rotwein: Er enthält Polyphenole, die die sexuelle Reaktion von Frauen verbessern können. Außerdem finden sich in seiner Zusammensetzung Flavonoide, Substanzen, die die Arterienfunktion unterstützen und zur Gefäßerweiterung beitragen; dadurch fördern sie die Durchblutung des Körpers und können das Sexualleben begünstigen.
—Champagner: Dieses Getränk genießt weltweit den Ruf, unter den Aphrodisiaka besonders anregend zu sein. Wie Wein enthält es eine gewisse Menge Alkohol, dessen enthemmende Wirkung sexuelle Annäherung und Lust fördern kann. Die Perlen regen die Fantasie an. Rezeptvorschlag: Champagner mit Minze.
—Vanille: Diese Pflanze aus der Familie der Orchideen genießt ebenfalls einen bekannten Ruf unter den Aphrodisiaka. In Südamerika wird sie seit unvordenklichen Zeiten zur Behandlung von Erektionsproblemen verwendet und findet auch in Kosmetik und Parfümerie Anwendung. Rezeptvorschlag: Carolina.
—Guaraná: Da Guaraná für die Zubereitung verschiedener Getränke und Cocktails verwendet wird, lässt es sich der Kategorie der Getränke zuordnen. Dieses Kraut ist ein Stimulans für das zentrale Nervensystem, die Sensibilität und die Aufnahmebereitschaft; zudem enthält es Stoffe, die die Leistungsfähigkeit steigern können.
—Mamajuana: ein traditionelles alkoholisches Getränk aus der Dominikanischen Republik, dem aphrodisierende Wirkungen zugeschrieben werden. Das hängt mit seinen zwei Varianten zusammen: eine wird mit Meeresfrüchten hergestellt, denen aphrodisierende Eigenschaften nachgesagt werden; die andere, „de palos“ genannt, wird aus verschiedenen Wurzeln zubereitet.
—Getränke mit Ginseng: Ginseng ist eine Wurzel mit anregender Wirkung, die die körperliche Leistungsfähigkeit steigern kann. Zudem ist sie reich an Saponinen, Stoffen, die Energie und sexuelles Verlangen stimulieren. Besonders kann sie die Libido erhöhen, wenn deren Rückgang durch Stress, Depression oder Angstzustände verursacht wird.
—Alkoholische Getränke im Allgemeinen: Sie begünstigen eine Enthemmung, die sexuelle Reize verstärken kann. Werden alkoholische Getränke jedoch nicht in Maßen konsumiert, können sie den gegenteiligen Effekt auslösen, vor allem bei Männern, und sie sogar daran hindern, sexuelle Beziehungen aufrechtzuerhalten.
Wissenschaftlich belegt ist es nicht, dass es tatsächlich aphrodisierende Cocktails gibt; diese Eigenschaften gehen eher auf volkstümliche Überzeugungen zurück. Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht von einer angenehmen Atmosphäre, guter Musik und der gewünschten Begleitung inspiriert sein können.
Manche Aphrodisiaka sollen wirken, indem sie bestimmte Sinne anregen (Sehen, Tasten, Riechen und Hören).
In der traditionellen chinesischen Medizin wurden pflanzliche Heilmittel verwendet, etwa Ginsengwurzel, um Langlebigkeit und sexuelle Vitalität zu fördern.
Die Araber wiederum hoben den Wert von Parfums, Duftnoten und Kosmetika hervor.
Die moderne Wissenschaft erkennt nur eine kleine Zahl aphrodisierender Substanzen an. Eine davon ist Cantharidin („Spanische Fliege“), gewonnen aus getrockneten und zermahlenen Überresten von Ölkäfern; seine Verwendung als Stimulans ist jedoch aufgrund der hohen Giftigkeit äußerst gefährlich.
Im Umfeld neuer Trends der Cocktailkultur ist der Mythos von aphrodisierenden Cocktails gewachsen. Die Wirkung kann von der Präsentation des Drinks ausgehen, bei der farbige Essenzen und Früchte als Basis und Dekoration eingesetzt werden.
Es gibt eine große Vielfalt an Getränken, die solche besonderen Nächte begleiten können:
- Champagner mit Minze: Für dieses Rezept benötigt man Champagner, Minzlikör und Melonenkugeln. Die Melonenkugeln werden einfach einige Minuten im grünen Likör eingelegt. Danach gibt man sie auf den Boden eines Glases und füllt mit Champagner oder Cava auf; zum Schluss mit einigen Minz- oder Pfefferminzblättern garnieren.
- Portwein,
- Tarragona,
- Saumur,
- Pflaumenlikör,
- Armagnac,
- Anisliköre und Liköre aus aromatischen Kräutern wie Pernod, Prunelle und Chartreuse, Arrack (ein Likör aus dem Nahen Osten auf Basis von Früchten und aromatischen Kräutern).
Rezepte für aphrodisierende Cocktails
1. Orange Blossom
Zutaten: ⅔ Tequila, ⅓ Orangensaft, ein Spritzer Curaçao oder Curacao (optional), eine Orangenscheibe.
Zubereitung: Im Shaker mit reichlich Eis zubereiten. Schütteln, abseihen und in einem mittelgroßen Glas mit Eis servieren.
2. Tequila Sunrise
Zutaten: 2 Teile Tequila, 2 Teile Orangensaft, 1 Schuss Grenadine
Zubereitung: Für diesen Drink verwendet man ein Longdrinkglas. Zunächst etwas Eis auf den Boden geben, dann den Orangensaft einfüllen, mit Tequila, Triple Sec und zuletzt einem Schuss Grenadine fortfahren. Nach Wunsch mit einer Kirsche oder einer Orangenscheibe dekorieren. Ideal für eine leidenschaftliche Nacht.
3. Champagner mit Minze
Zutaten: Champagner, Minzlikör, Melonenkugeln
Zubereitung: Für diesen Drink die Melonenkugeln einige Minuten im Minzlikör ziehen lassen. Anschließend in die Gläser geben und mit Champagner (oder Cava beziehungsweise Schaumwein) auffüllen. Gut gekühlt servieren und mit einigen Minzblättern dekorieren.
4. Barracuda
Zutaten: ½ weißer Rum, ¼ Ananassaft, 1 Schuss Zitronensaft, 1 Schuss Melonenlikör, Champagner und Zucker.
Zubereitung: Bis auf den Champagner alles im Shaker mit Eis zubereiten. Schütteln und in einem breiten Glas servieren; zum Abschluss mit kaltem Champagner auffüllen.
5. Tarzán
Zutaten: ½ weißer Tequila, 80 Gramm Karotte, 50 Gramm Sellerie, 50 Gramm Kopfsalat, 2 Tomaten, Basilikum, Zitrone, Petersilie, Salz und Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung: Im Mixer mit etwas Crushed Ice verarbeiten, bis eine homogene Flüssigkeit entsteht; bei Bedarf Wasser hinzufügen. Abseihen und in einem Ballonglas servieren, garniert mit einem Petersilienzweig.
6. Sexueller Zaubertrank
Zutaten: Gin, frische Kokosmilch, frisch geriebener Ingwer, Pernod.
Zubereitung: Alle Zutaten in den gewünschten Mengen gut miteinander vermischen und sofort servieren.
7. Liebeswasser
Zutaten: 1 Liter Rosenwasser, 15 Gramm Zimt, 20 Gramm Thymian, 5 Gramm Vanille, 5 Gramm Koriander.
Zubereitung: In einem Liter Rosenwasser zwei Wochen lang 15 Gramm Zimt, 20 Gramm Thymian, 5 Gramm Muskatblüte und 5 Gramm Koriander mazerieren lassen. Nach zwei Wochen abseihen und mit Sirup vermischen.
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