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Die 20 beliebtesten japanischen Whiskys in Japan

Urspruenglich am 25/10/2021 auf Licorea.es veroeffentlicht.

Hier entdeckst du die 20 beliebtesten japanischen Whiskys direkt in Japan: Marken, exklusive Stile, Destillerien, Verkostungsnoten, Preise und lokaler Kontext.

Neugierig, welche japanischen Whiskys die Japaner selbst am liebsten trinken?

Japanische Whiskys liegen im Trend, und obwohl in Europa immer mehr Marken erhältlich sind, bleibt die große Mehrheit für viele Verbraucher nach wie vor unbekannt.

Eine japanische Fernsehserie namens „Massan“, die seit 2014 bis heute ausgestrahlt wird, hat die Beliebtheit von Whisky bei den Japanern in den letzten Jahren deutlich gesteigert.

Eine Umfrage unter japanischen Konsumenten hat daraus eine TOP 20 nach Beliebtheit zusammengestellt.

Japanischer Whisky hat sich eigenständig auf der Grundlage der Tradition des schottischen Whiskys und des amerikanischen Bourbons entwickelt und ist heute weltweit gefragt. Bei der Herstellung japanischer Whiskys kommen nicht nur besonders reines Quellwasser zum Einsatz, sondern auch heimische Holzarten wie Mizunara sowie Rohstoffe aus der Umgebung der Destillerien, die zudem nachhaltig angebaut werden und die traditionelle Landschaft der Region respektieren.

Wenn man dazu nimmt, dass japanische Whiskys Jahr für Jahr wichtige internationale Qualitätsauszeichnungen gewinnen, steht man vor einem Phänomen, das Tradition und Exzellenz vereint – und das erklärt auch die aktuellen Preise, die diese Produkte am Markt erzielen.

TOP 20 japanische WhiskysIn diesem Artikel stellen wir die 20 japanischen Whisky-Marken mit ihren Eigenschaften und Preisen in Yen vor, da die Preise in Europa von Jahr zu Jahr steigen.

TOP 20

Nr. 20 japanische Whiskys: Suntory Red

Suntory Red ist eine empfehlenswerte Marke für alle, die neu in die Welt des Whiskys einsteigen – nicht nur in die der japanischen Whiskys – und köstlichen japanischen Whisky für weniger als 1.000 Yen genießen möchten. Suntory Red, hergestellt vom führenden japanischen Whiskyproduzenten Suntory, blickt auf eine lange Geschichte seit 1930 zurück.

Suntory Red
Suntory Red

Suntory Red zeichnet sich durch einen leichteren Geschmack als andere beliebte Marken aus. Mit einem Preis von rund 700 Yen pro Flasche kann man ihn durchaus als Whisky für Einsteiger bezeichnen. Wenn du Whisky gerade erst für dich entdeckst und nicht weißt, welche Marke du probieren sollst, warum nicht mit Suntory Red beginnen?

Das einzige Problem: In Europa ist er schwer zu finden.

Nr. 19 japanische Whiskys: Hi Nikka

Der 1964 eingeführte Hi Nikka oder Hii Nikka ist ein eleganter Whisky, der den Stil japanischer Whiskys jener Zeit spürbar macht.

Hi Nikka hat durch seine Erneuerung im Herbst 2015 wieder an Beliebtheit gewonnen. Sein Geschmack ist sehr zugänglich und ausgesprochen leicht, weshalb er sich für Einsteiger und für alle empfiehlt, die von exzentrischen Whiskys genug haben.

Hi Nikka
Hi Nikka

In Japan gibt es Whiskys verschiedener Hersteller, doch Hi Nikka zeichnet sich durch sein intensives rauchiges Aroma aus. Andererseits besitzt der Nachklang eine deutlichere Bitterkeit, weshalb Einsteigern empfohlen wird, etwas Wasser hinzuzufügen.

In Europa ist er ziemlich schwer zu bekommen.

Nr. 18 japanische Whiskys: Suntory Kakubin

Suntory gehört zu den beliebtesten Whiskyherstellern Japans, und Suntory Kakubin ist einer der bekanntesten japanischen Whiskys. Man kann sagen, dass Suntory Kakubi – häufig als Highball genossen, nicht nur in Cocktailbars mit großer Whiskyauswahl, sondern auch ganz selbstverständlich zu Hause – zu den populärsten Whiskys zählt.

Kakubi wurde vom Gründer von Suntory geschaffen, jenem Unternehmen, das 1937 zu einem Whiskyhersteller von Weltrang wurde. Nach vielen Versuchen und Verbesserungen entstand ein weicher, süßlicher Whisky, der sich besonders leicht trinken lässt.

Suntory Kakubin
Suntory Kakubin

Der Reiz von Suntory Kakubin liegt darin, dass er sich mit nahezu jedem Mixer gut kombinieren lässt. Für Einsteiger bleibt die meistempfohlene Trinkweise jedoch der Highball.

In Japan gibt es mehrere beliebte Whiskymarken, doch unter den klassischen japanischen Whiskys ist Kakubin besonders hervorzuheben. In Europa ist er mittelmäßig schwer erhältlich und in verschiedenen Geschäften zu einem ungefähren Preis von rund 35 Euro zu finden. Vielleicht etwas hoch für einen Whisky zum Mixen? Man sollte nicht vergessen, dass es sich um einen importierten Whisky handelt.

Nr. 17 Japanische Whiskys: Torys Classic Torys Classic gilt als besonders leicht zu trinkender Whisky. Torys wurde 1946, kurz nach dem Krieg, kreiert und ist seit mehr als 70 Jahren ein von den Japanern geschätztes Kleinod.

Torys Classic
Torys Classic

Das klassische Flaschendesign ist einer der Gründe für seine Beliebtheit, doch auch geschmacklich zeigt er sich sehr ausgewogen und ideal für alle, die noch nicht viel Erfahrung mit Whisky haben. Gerade für Einsteiger ist er daher attraktiv, weil er sich sehr unkompliziert trinken lässt. Auch Torys Classic wird gern als Highball serviert.

Viele Menschen stehen Whisky zunächst zurückhaltend gegenüber, weil sein Geschmack komplexer ist als der von Erfrischungsgetränken. Torys hingegen gilt als die Whiskymarke, mit der Japaner am stärksten vertraut sind, und wird auch jenen empfohlen, die Whisky noch nicht vollständig für sich entdeckt haben.

In Europa ziemlich schwer zu finden.

Nr. 16 Japanische Whiskys: Suntory Old

Suntory Old, bekannt für seine runden Flaschen, ist eine Marke, die sowohl Einsteigern als auch Kennern empfohlen werden kann.

Suntory Old
Suntory Old

Seit seiner Markteinführung im Jahr 1950 ist Suntory Old bei vielen Menschen als Flaggschiff von Suntory beliebt. Sein Geschmacksprofil hat sich im Laufe der Zeit den jeweiligen Bedürfnissen angepasst.

Der Geschmack wurde weiterentwickelt, um den hochwertigen japanischen Whiskys gerecht zu werden, die moderne Genießer suchen, ohne dabei die Tradition aus den Augen zu verlieren. Besonders unter den Blended Whiskys zeigt er sich sehr ausgewogen.

Suntory Old ist auch als Dharma bekannt. Er ist ein Whisky, für den Liebhaber eine besondere Vorliebe haben, den aber auch Einsteiger auf verschiedene Arten genießen können.

In Europa sehr schwer zu bekommen.

Nr. 15 Japanische Whiskys: Nikka from the Barrel

From the Barrel von Nikka ist besonders wegen seines weichen Aromas beliebt, trotz seines hohen Alkoholgehalts. Aus dem Fass entsteht eine Mischung aus gereiftem Malt und Grain Whisky, die anschließend erneut in Holz gegeben und mehrere Monate gelagert wird, bevor sie fast ohne Reduzierung ihres ursprünglichen Alkoholgehalts abgefüllt wird.

Dieses einzigartige Verfahren sorgt für ein eigenwilliges Aroma und einen reichen Geschmack. Obwohl er einen hohen Alkoholgehalt besitzt, ist es nicht ungewöhnlich, ihn pur zu trinken, ohne Wasser oder Eis hinzuzufügen.

Nikka from the Barrel
Nikka from the Barrel

Da der Wasseranteil vor der Abfüllung recht gering ist, liegt der Alkoholgehalt bei 51 %, also deutlich höher als bei Whisky im Allgemeinen. Genau deshalb besitzt er eine Tiefe, die ihn von anderen Whiskys abhebt. Probieren Sie ihn unbedingt pur und leicht verdünnt – auf beide Arten wird er Ihnen gefallen.

Dieses Produkt ist in Europa leicht zu finden.

Nr. 14 Japanische Whiskys: Nikka Pure Malt

Pure Malt von Nikka ist eine unwiderstehliche Marke für Liebhaber von Malt Whisky. Nikka vermarktet zwei Versionen: Black und Red. Es handelt sich um „Non Age“-Whiskys ohne deklarierte Reifezeit.

Nikka Pure Malt Black enthält einen recht ausgeprägten Torfanteil, der das aromatische Herz dieses Whiskys prägt. Wer rauchigen Whisky mag und ihn gern mit Wasser genießt, wird hier ein ausgesprochen reizvolles Glas finden. Zugleich überzeugt er durch seinen lang anhaltenden Geschmack, was ihn zu einem sehr gelungenen Dram macht.

Nikka Pure Malt
Nikka Pure Malt

Nikka Pure Malt Red fällt durch ein deutlich fruchtigeres Geschmacksprofil auf. Warum also nicht den Unterschied zu anderen Marken entdecken?

Derzeit ist er in Europa mit niedriger bis mittlerer Schwierigkeit zu finden, und sein Preis ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Nr. 13 Japanische Whiskys: Black Nikka Rich Blend

Black Nikka Rich Blend lässt die Eleganz von Sherryfässern spürbar werden. Es handelt sich um einen reichhaltigen Blend mit einem schöneren, fruchtigeren Eindruck als bei vielen gängigen Whiskys; zugleich ist die Süße des Whiskys eines der Geheimnisse seines besonderen Reizes.

Dieser vollmundige Blend ist in Japan in der 700-ml-Flasche für weniger als 1.500 Yen erhältlich. Für Einsteiger empfiehlt sich besonders ein Highball, da sich sein Aroma mit Soda sehr angenehm genießen lässt. Sein fruchtiger Nachklang erinnert an Trockenfrüchte und macht ihn vor allem für alle interessant, die Fruchtsäfte, fruchtige Biere und ähnliche Aromen mögen.

Nikka Black Rich Blend
Nikka Black Rich Blend

Viele entscheiden sich zunächst wegen des eleganten Designs für Nikka Black, scheinen ihn danach aber wegen der überzeugenden Qualität erneut zu kaufen. Wenn du einen fruchtigeren Whisky als die üblichen Standards genießen möchtest, warum nicht Black Nikka Rich Blend probieren?

Derzeit ist er in Europa leicht zu finden.

Nr. 12 Japanische Whiskys: Super Nikka

Super Nikka wurde 1962 von Taketsuru als Hommage an seine Frau Rita auf den Markt gebracht. Sein Ziel war ein aromatischer und weicher Whisky, der heute bei japanischen Frauen sehr geschätzt wird.

Ein Whisky, der nicht nur beliebt ist, sondern auch verschiedene Auszeichnungen erhalten hat.

Super Nikka
Super Nikka

2015 wurde die ursprüngliche Rezeptur überarbeitet und der Torfanteil im Geschmacksprofil etwas reduziert.

Vom süßen, an Vanille erinnernden Aroma bis hin zum Aufleuchten einer Süße wie Kakao ist Super Nikka ideal für alle, die einen süßlichen Whisky genießen möchten (mit feinen Nuancen).

In Europa leicht zu finden.

Nr. 11 Japanische Whiskys: Nikka Coffey Grain

Es gibt zwei Hauptarten von Whisky: Malt Whisky und Grain Whisky. Grain Whisky wird jedoch wegen seines oft weniger ausgeprägten Charakters nur selten für etwas anderes als Blends verwendet.

Unter den Marken, bei denen man reinen Grain Whisky genießen kann, ist Nikka's Coffey Grain besonders empfehlenswert.

Das süße Aroma, das mit einer speziellen Anlage, dem sogenannten Coffey-Kolonnenbrennapparat, entsteht, bildet die Grundlage für Nikkas charakteristischen Blended Whisky. Hier handelt es sich um einen Whisky, den man sehr gut pur trinken kann.

Nikka Coffey Grain
Nikka Coffey Grain

Mit etwas Wasser wirkt dieser Whisky einzigartig, weich und leicht zu trinken; ohne zugesetztes Wasser eröffnet er jedoch ein tieferes Verständnis dessen, was in ihm steckt.

Offenbar gibt es viele Fälle, in denen selbst Einsteiger Gefallen daran finden, diesen Grain Whisky zu trinken.

Niedrige bis mittlere Schwierigkeit bei der Verfügbarkeit, allerdings mit starkem Preisanstieg in den letzten Jahren.

Nr. 10 Japanische Whiskys: Ichiro's

Der von Ventures Whisky in der Stadt Chichibu, Präfektur Saitama, hergestellte Malt Ichiro's gehört zu den beliebtesten Whiskys Japans und genießt weltweit Rückhalt unter Whisky-Enthusiasten.

Im Gegensatz zu den großen Whiskyherstellern ist die Produktionsmenge begrenzt und der Wert entsprechend hoch. Daher ist es nachvollziehbar, dass bei der Markteinführung 2008 trotz eines Preises von 10.000 Yen für 700 ml ganze 7.400 Flaschen im Handumdrehen verkauft wurden.

Ichiro's Malt
Ichiro's Malt

Sein Geschmack ist so üppig, dass er häufig mit Pudding verglichen wird. Besonders reizvoll ist außerdem, wie sich das Aroma beim Trinken verändert. Angesichts seines Preises ist er vielleicht nicht die beste Wahl für Einsteiger, doch als japanischer Whisky von Weltklasse sollte man ihn unbedingt probieren.

In Europa mit mittlerem bis hohem Schwierigkeitsgrad zu finden.

Nr. 9 Japanische Whiskys: Kirin Fuji Sanroju (am Fuße des Fuji)

Unter den Whiskys von Kirin sticht Fuji Sanroju durch seinen besonders hohen Alkoholgehalt von 50 % hervor. Er ist der beliebteste Whisky aus der Brennerei am Fuße des Fuji.

Kirin Fuji Sanroju zeichnet sich durch seinen einzigartigen Geschmack aus, der durch die Fermentation mit sorgfältig ausgewählter Hefe aus eigener Kultur entsteht.

Es gilt weltweit als selten, alle Schritte von der Verzuckerung bis zur Abfüllung in einer einzigen Anlage durchzuführen. Bei Kirin finden jedoch sämtliche Prozesse in der Fuji-Gotemba-Destillerie statt.

Kirin Fuji Sanroku
Kirin Fuji Sanroku

Kirin Fuji Sanroju lässt sich zweifellos auf verschiedene Arten genießen, etwa als Highball, on the rocks oder mit Wasser. Am schönsten ist es jedoch, sich Zeit zu nehmen, vor dem ersten Schluck das unverfälschte Aroma wahrzunehmen und anschließend den Nachklang zu genießen, der sich nach dem Probieren entfaltet.

Kirin Fuji Sanroju empfiehlt sich für alle, die etwas Besonderes entdecken möchten, das nach einer anderen Methode hergestellt wird als viele andere Whiskys.

In Europa mit mittlerem bis geringem Schwierigkeitsgrad zu finden.

Nr. 8 Japanische Whiskys: Nikka Taketsuru

Nikka Whisky erlangte durch das Morgen-Drama „Massan“, das zu einem gesellschaftlichen Phänomen wurde, neue Popularität. Dieser Whisky von Nikka, benannt nach dem Firmengründer Masataka Taketsuru, zählt zu den bekanntesten Produkten der Marke. Die für Nikka Whisky typische Süße und sein kräftiger Geschmack gehören zu den Eigenschaften, die man kennen sollte, wenn man sich mit Nikka beschäftigt.

Taketsuru, der beim International Spirits Challenge 2016 eine Goldmedaille gewann, besitzt ein unverwechselbares Geschmacksprofil: ein harmonisches Zusammenspiel aus weichem Mundgefühl, fruchtigem Aroma und klarer Präzision, wie es kaum eine andere Marke bietet.

Taketsuru
Taketsuru

Taketsuru gewinnt weltweit an Aufmerksamkeit, doch besonders die 25 Jahre gereifte Version kann als eine der höchsten Ausprägungen japanischen Whiskys gelten.

Dieser Whisky, erfüllt von der Leidenschaft Masataka Taketsurus, der im Alter von 24 Jahren allein nach Schottland ging, ist etwas, das man probieren sollte.

In Europa leicht zu finden.

Nr. 7 Japanische Whiskys: Miyagikyo

Nach seiner Ausbildung in Schottland schuf Masataka Taketsuru in verschiedenen Regionen Japans einzigartige Whiskys. Miyagikyo ist ein aromatischer Whisky ohne zusätzliche Zutaten, denn das feuchte Waldklima verhindert, dass die Reifefässer austrocknen.

Masataka Taketsuru setzte sich außerdem dafür ein, die reiche Natur und Landschaft zu bewahren, indem die Rodungen für den Bau der Miyagi-Gorge-Destillerie auf ein Minimum beschränkt wurden. Dadurch konnte Miyagikyo über viele Jahre hinweg hochwertigen Whisky hervorbringen und wird bis heute von vielen Japanern geschätzt.

MIYAGIKYO
MIYAGIKYO

Unter den Single Malt Whiskys wird Miyagikyo häufig mit Yoichi verglichen, gilt jedoch oft als weicher und „feiner“ als der kraftvolle Yoichi. Eine Verkostung von Miyagikyo und Yoichi ist eine hervorragende Art, einen Nachmittag zu verbringen – zumal beide in Europa relativ leicht zu finden sind.

Nr. 6 japanische Whiskys: Akashi

Die Eigashima Sake Brewery in der Stadt Akashi in der Präfektur Hyogo ist für ihren Sake bekannt. Ihr Beitrag zur Whiskywelt, hergestellt aus 100 % britischem Malz, ist jedoch ein Single Malt Whisky mit einem Ruf für außergewöhnlichen Geschmack.

Als die dem Meer am nächsten gelegene Destillerie Japans zeichnet sie sich durch einen erfrischenden Geschmack aus. Je nach Speisenbegleitung lässt sich der Whisky auf unterschiedliche Weise genießen; das Akashi-Erlebnis scheint besonders gut zu Snacks mit den speziellen Meeresalgen aus Akashi zu passen.

Akashi
Akashi

Eigashima Shuzo widmet sich neben Whisky auch vielen anderen Produkten, weshalb die Whiskyproduktion nur einen kleinen Teil ausmacht. Das Ergebnis besitzt jedoch definitiv eine andere Persönlichkeit als andere Whiskys aus Japan. Wenn Sie sowohl seltene Whiskys als auch Abfüllungen bedeutender Whiskyhersteller suchen, ist Akashi eine sichere Wahl.

Nr. 5 japanische Whiskys: Suntory Chita

Der in der Chita-Destillerie in der Präfektur Aichi hergestellte Whisky entsteht durch die Vermählung von drei Arten Grain Whisky. Grain Whisky wird nur selten pur getrunken, doch durch die Kombination von drei unterschiedlichen Geschmacksprofilen kann er sogar Malt Whisky übertreffen.

Chita ist mit seiner Weichheit und Süße, wie man sie bei Malt Whisky so nicht findet, der ideale Whisky für alle, die einen köstlichen Grain Whisky suchen.

The Chita
The Chita

Der Chita Highball, der in Werbespots als „Highball mit Geschmack“ für Gesprächsstoff sorgte, lässt sich auch mit Yuzu und Sudachi genießen.

Da es sich um einen besonderen Highball handelt, bei dem man das fruchtige Aroma erleben kann, ist er auch für Einsteiger empfehlenswert.

In Europa leicht zu finden.

Nr. 4 japanische Whiskys: Hakushu

Hakushu, dessen Beliebtheit mit Yamazaki vergleichbar ist, gehört zu den Marken, auf die Suntory besonders stolz ist. Hakushu wird in der Hakushu-Destillerie in der Präfektur Yamanashi hergestellt, ist voller Waldassoziationen, die sich bereits im Design erkennen lassen, und empfiehlt sich für alle, die erfrischenden Whisky mögen.

The Hakushu
The Hakushu

Hakushu zeichnet sich im Vergleich zu Yamazaki durch einen fruchtigeren Geschmack aus und lässt sogar erfrischende Noten wie Sudachi oder Minze erkennen. Die lange gereiften Versionen hingegen wirken durch Aromen reifer Früchte wie Melone und Mango besonders erhaben. Ein Vergleich ist äußerst spannend.

Der erfrischende Hakushu ist ein guter Begleiter zu Speisen, empfiehlt sich aber auch zum langsamen Genuss mit etwas Eis. Während das Eis schmilzt, verändert sich der Geschmack nach und nach, sodass man seine feinen und komplexen Nuancen genießen kann.

In Europa mit niedriger bis mittlerer Schwierigkeit zu finden. Im Laufe des Jahres kommt es häufig zu Lagerengpässen.

Nr. 3 japanische Whiskys: Yoichi

Yoichi auf Hokkaido, bekannt für ein Klima, das dem Schottlands sehr ähnlich ist, produziert aromatisch-rauchigen Whisky, der der Tradition des klassischen Scotch Whiskys folgt.

Unter den japanischen Single-Malt-Whiskys besitzt er ein besonders rauchiges Aroma; ein Geheimnis dahinter ist auch das sogenannte direkte Destillieren mit Kohlefeuerung.

Der Geschmack, der nur in Yoichi entstehen kann — mit Elementen wie Gletscherwasser, Kohle und einer Reifung, die aufgrund des kalten Klimas langsam voranschreitet — ist ein überraschendes und eindrucksvolles Erlebnis.

Yoichi
Yoichi

Neben seinem kraftvollen, tiefen Körper und dem rauchigen Aroma lässt Yoichi auch die holzigen Noten von Sherryfässern erkennen. Gerade Einsteigern wird er empfohlen, um verschiedene Facetten von Whisky kennenzulernen.

In Europa leicht zu finden.

Nr. 2 japanische Whiskys: Hibiki

Hibiki gewinnt unter den japanischen Whiskys zunehmend an Beliebtheit als Premium-Marke. Hibiki ist möglicherweise der beste Blended Whisky Japans und wird besonders all jenen empfohlen, die Blended Whisky genießen möchten. (Hibiki Harmony)

Der 30-jährige Hibiki ist ein Spitzenprodukt, das 100.000 Yen oder mehr kosten kann; in seinen einfacheren Versionen lässt er sich jedoch für weniger als 5.000 Yen genießen.

Viele Menschen sind vom großartigen Aroma von Hibiki überrascht, aber auch davon, wie leicht er sich trinken lässt: Am Gaumen wirkt er ausgesprochen weich.

Hibiki
Hibiki

Er kann eine honigartige Süße und einen langen Abgang zeigen, sodass man ihn pur oder auf Eis genießen kann. Japans führender Blended Whisky ist unverzichtbar, wenn man japanische Whiskys besser verstehen möchte.

Die Blended-Version ist relativ leicht zu bekommen; die 17-, 21- und 30-jährigen Abfüllungen sind wegen mangelnder Verfügbarkeit sehr schwer zu finden.

Nr. 1 japanische Whiskys: Yamazaki

Yamazaki wird sowohl Einsteigern als auch Kennern empfohlen: Er ist der berühmteste Whisky von Suntory und unter allen japanischen Whiskys überwältigend beliebt.

Die Region Yamazaki, in der Wasser mit einer etwas höheren Härte als weiches Wasser gewonnen werden kann, eignet sich perfekt für die Herstellung eines köstlichen Whiskys und hat einen sehr beliebten Whisky hervorgebracht, der sich von den anderen abhebt.

Yamazaki
Yamazaki

Yamazaki verdankt seinen tiefen Geschmack verschiedenen Faktoren, darunter der täglichen Erfassung von Wasserdaten jeden Morgen. Unter den Single-Malt-Whiskys ist Yamazaki für sein schönes, sanftes Aroma bekannt und eignet sich auch hervorragend zum puren Genuss.

Als einer der beliebtesten japanischen Whiskys in Japan sollte ihn selbst probieren, wer mit Whisky noch nicht vertraut ist — etwa als Highball oder Mizuwari. Wenn man Yamazaki anschließend in unterschiedlichen Reifestufen vergleichen und genießen kann, erlebt man die Essenz japanischer Produkte von Weltklasse.

Je nach Jahreszeit ist er sehr schwer zu bekommen; Lieferengpässe sind äußerst häufig.

Die Zusammenfassung

Was hältst du von dieser Rangliste? Es ist schade, dass viele dieser Whiskys entweder nicht in Europa vertrieben werden oder ihr begrenzter Bestand dazu führt, dass man sie nur punktuell zu bestimmten Zeiten im Jahr kaufen kann — was außerdem die Preise kontinuierlich steigen lässt.

Wie du lesen konntest, sind japanische Whiskys weit mehr als Getreide und Wasser: Sie stehen für Respekt vor Traditionen und vor der Umwelt. Mit den neuen Regeln für japanische Whiskys wird dieses handwerkliche Produkt nun zusätzlich besser geschützt, damit dieses über die Zeit gewachsene Erbe nicht verfälscht werden kann. Auch wenn sich das kurzfristig im Preis bemerkbar macht, ist es ein gutes Gefühl, wenn dir etwas vielleicht mehr oder weniger zusagt, du aber weißt, dass du ein „authentisches“ Produkt trinkst.

Mit Tonic, mit Softdrink, auf Eis, mit Wasser oder im Cocktail ... japanische Whiskys sind so vielseitig, dass sie zu jeder Vorliebe passen.

- Japanischer Whisky: 100 Jahre Geschichte - Die neuen Regeln für japanischen Whisky