Wichtige Aspekte des Tischprotokolls, Regeln und Etikette
Heute sprechen wir über Tischprotokoll. Es ist wichtig, die Regeln und die Etikette einer formellen Tafel zu kennen, denn sie wirken oft einschüchternd. Man fürchtet, nicht alles zu erinnern und Fehler zu machen. Hier stehen Informationen zu verschiedenen Utensilien und Grundregeln für das Eindecken.
Zuerst sollte man die meisten Elemente kennen, die auf dem Tisch stehen, um sich in einem gesellschaftlichen oder geschäftlichen Umfeld richtig zu verhalten. Geschäftsessen sind häufig, und plötzlich sitzt man vor vielen Besteckteilen und weiß nicht, wo man anfangen soll.
Tischprotokoll: die Tischdecke
Das Erste beim Eindecken ist die Tischdecke. Sie sollte zur Form des Tisches passen und auf allen Seiten ähnlich fallen, ungefähr die Hälfte der Entfernung zwischen Tisch und Boden.
Formelle Tischdecken waren traditionell weiß oder sehr hell, auch wenn sich das geändert hat. Wichtig ist perfekte Sauberkeit und sorgfältiges Bügeln. Eine zerknitterte oder fleckige Decke ruiniert jede Zusammenkunft.
Tischprotokoll: das Geschirr
Danach kommt das Geschirr, also alle Teller, die am Tisch verwendet werden. Der Platzteller ist meist der größte und dient nie zum Essen; er ist dekorativ und gibt dem Arrangement eine besondere Note.
Es sollte immer einen flachen und einen tiefen Teller geben, auch wenn nur der tiefe genutzt wird. Tiefe Teller stehen nie allein. Präsentiert werden Unterteller, flacher Teller und tiefer Teller. Die Teller stehen etwa 45 cm auseinander und 2 bis 3 cm vom Rand. Der Brotteller kommt oben links, optional mit kleinem Buttermesser.
Speisen werden von links serviert, außer sie sind bereits angerichtet. Leere Teller werden von rechts abgeräumt. Getränke werden eingeschenkt, ohne die Flasche auf das Glas zu stützen; Gläser werden zum Servieren nie angehoben.
Der Speiseteller kann auch als Basis für einen tiefen Teller mit Cremesuppe oder flüssiger Speise dienen. Gibt es keinen tiefen Teller, steht nur der Speiseteller; später kann ein Salatteller folgen, der auch für Dessert genutzt wird. Der Brotteller ist der kleinste.
Tischprotokoll: das Besteck
Vor der Benutzung muss man die Anordnung kennen, die durch die Reihenfolge der Speisen bestimmt wird. Messer liegen immer rechts vom Teller in Nutzungsreihenfolge. Außen liegt das Fischmesser, näher am Teller das Fleischmesser, beide mit Schneide nach innen. Der Löffel liegt außen, Wölbung nach oben, für Suppe oder Creme.
Gabeln liegen mit Spitzen nach oben links, ebenfalls in Nutzungsreihenfolge. Die kleinere Fischgabel liegt außen, die Fleischgabel näher am Teller. Dessertbesteck liegt oberhalb des Tellers oder wird zum Dessert gebracht. Alle Teile liegen etwa 3 cm vom Teller entfernt.
- Der Löffel wird immer mit der rechten Hand für flüssige Speisen wie Suppen und Cremes benutzt.
- Die Gabel kann rechts gehalten werden, Zinken nach oben, um Speisen zum Mund zu führen oder weiche Speisen zu schneiden.
- Das Messer wird immer rechts geführt, Schneide nach unten, und hilft, Speisen auf die Gabel zu schieben.
- Dessertbesteck ist kleiner und kann Löffel, Gabel oder Kombinationen je nach Dessert umfassen.
Einmal aufgenommenes Besteck wird nie zurück auf den Tisch gelegt, sondern bleibt bis zum Abräumen in korrekter Position auf dem Teller.
Tischprotokoll: der Salzstreuer
Der Salzstreuer kann in der Tischmitte stehen, wo Gäste darum bitten müssen, oder wenn möglich vor jedem Gedeck.
Tischprotokoll: Servietten
Selbst Experten sind sich nicht einig, wo die Serviette liegen soll. Klar ist, wo sie nicht liegt: nie im Glas und nie zwischen Tellern und Gläsern. Sie kann auf dem Teller, links oder rechts liegen.
Lippenstiftflecken auf Servietten sollte man vermeiden. Laut Tischprotokoll werden Servietten entfaltet und während des Essens auf dem Schoß gehalten; nach dem Essen legt man sie ungefaltet rechts neben den Teller.
Tischprotokoll: Gläser
Bei Gläsern sind die größten die Wassergläser und stehen näher zur Mitte des Gastes. Da Brot links liegt, gleichen die Gläser rechts aus. Glaswaren verleihen Eleganz und Bewegung. Wasser steht zur Mitte, Wein rechts davon; zwei Weingläser bedeuten Rot- und Weißwein.
- Wichtige Tipps: Die Serviette nicht erst am Ende benutzen, denn das wirkt, als könne man nicht essen. Die Haltung ist aufrecht; man lehnt sich nicht zurück. Ideal ist eine Handbreit zwischen Tisch und Körper und zwischen Lehne und Körper.
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Der Text macht außerdem deutlich, dass Protokoll nicht nur Dekoration ist, sondern den Ablauf des Essens erleichtert. Der Abstand zwischen Tellern, die Position des Brottellers, die Art des Einschenkens und die Seite, von der Teller abgeräumt werden, verhindern unbeholfene Bewegungen. Der Gast hilft nicht, indem er das Glas hebt, sondern folgt dem Rhythmus des Service.
Speiseteller, Salatteller und Brotteller haben jeweils eine Funktion. Ein tiefer Teller braucht einen Teller darunter, während der Salatteller später auch für Dessert dienen kann, wenn die Portionen kleiner sind. Deshalb wirkt eine formelle Tafel vor Beginn oft komplex: Sie bereitet mehrere Gänge vor und vermeidet Improvisation.
Dasselbe gilt für Besteck. Die äußeren Teile werden zuerst benutzt, die näher am Teller liegenden später. Fisch, Fleisch, Suppe und Dessert haben eigene Werkzeuge, doch die praktische Regel ist einfach: von außen nach innen arbeiten und benutztes Besteck nie zurück auf die Tischdecke legen.
Serviette und Haltung schließen die Lektion. Die Serviette ist keine Dekoration im Glas; sie liegt während des Essens auf dem Schoß. Eine gerade Haltung, ohne Zurücklehnen oder Drängen an den Tisch, erlaubt bequemes und respektvolles Essen.
Die ursprüngliche Erklärung betont außerdem, dass formeller Service kein Gedächtnistest ist, sondern eine Abfolge. Wenn die Vorspeise eine Suppe ist, liegt der Löffel außen neben den Messern; wenn es Salat gibt, kann der Löffel fehlen. Werden Fisch und Fleisch serviert, benutzt man zuerst das kleinere Fischbesteck und später das größere Fleischbesteck. Dessertbesteck kann oberhalb des Tellers liegen oder erst mit dem Dessert gebracht werden.
Eine weitere praktische Regel betrifft die Servierrichtung. Speisen werden von links serviert, wenn sie von einer Platte kommen; bereits angerichtete Teller können von beiden Seiten kommen. Leere Teller werden von rechts abgeräumt. Dadurch werden kreuzende Bewegungen vermieden und jeder Gast hat genug Raum. Das Brot bleibt auf dem Brotteller oben links, nicht auf der Tischdecke und nicht auf dem Hauptteller.
Der Artikel warnt auch vor kleinen Gesten, die hilfreich wirken, aber gegen das Protokoll verstoßen: das Glas beim Einschenken anheben, benutztes Besteck auf die Decke legen oder die Serviette erst am Ende verwenden. Solche Details zeigen, ob ein Gast sich mit formeller Etikette wohlfühlt.
Bei der Gläserordnung ist ebenfalls die Logik wichtig. Das Wasserglas ist größer und steht näher zur Mitte des Gedecks; Weingläser stehen rechts davon. Wenn zwei Weingläser vorhanden sind, steht eines für Rotwein und eines für Weißwein. Die Gläser sollen Eleganz geben, aber auch die Reihenfolge der Getränke verständlich machen.
Auch der Salzstreuer ist kein nebensächliches Objekt. Steht er in der Mitte, müssen die Gäste höflich darum bitten und miteinander interagieren. Steht er vor jedem Gedeck, wird der Ablauf praktischer. In beiden Fällen ist die Platzierung Teil der Ordnung der formellen Tafel.
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