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Maker’s Mark präsentiert Bourbon mit japanischer Mizunara-Eiche

Maker’s Mark präsentiert Expedition 01: Bourbon mit Finish aus amerikanischer und französischer Eiche sowie japanischer Mizunara-Eiche für den Duty-free-Handel.

Eiche ist weit mehr als nur das Gefäß, in dem Bourbon reift: Sie kann seine Aromen und Textur verändern und beeinflussen, wie lange er am Gaumen nachhallt. Maker’s Mark stellt diese Idee in den Mittelpunkt der neuen World Wood Collection, einer Serie für den Verkauf an Flughäfen. Die erste Abfüllung, Expedition 01, vereint den Einfluss dreier Holzarten aus verschiedenen Kontinenten.

Die Grundlage bildet Kentucky Bourbon, der mit amerikanischer Weißeiche, französischer Eiche und japanischer Mizunara-Eiche veredelt wird.

Laut den von der Marke veröffentlichten Informationen wird jeder Whisky zunächst separat gefinisht und anschließend zu einer gemeinsamen Abfüllung vermählt. Die Kombination soll den einzelnen Holzarten Raum für unterschiedliche Nuancen geben, ohne den unverkennbaren Charakter des Bourbons zu verlieren.

Was die einzelnen Eichenarten beitragen

Amerikanische Weißeiche ist bei der Bourbon-Herstellung weit verbreitet und wird häufig mit süßen Noten wie Vanille sowie einem runden Mundgefühl verbunden. Französische Eiche, die auch für die Reifung von Wein und anderen Spirituosen verwendet wird, kann Anklänge an warme Gewürze und einen volleren Eindruck beisteuern. Die dritte Holzart, Mizunara, stammt aus Japan und wird für solche Finishes seltener eingesetzt.

In der Beschreibung von Maker’s Mark verleiht Mizunara dem Whisky ein florales Profil und eine dezente Umami-Note. Damit ist Expedition 01 die erste Abfüllung des Hauses, bei der Dauben aus dieser japanischen Eiche zum Einsatz kommen. Es geht nicht darum, das traditionelle Bourbonholz zu ersetzen, sondern zu erkunden, wie ein Finish das Aromenspektrum eines bereits hergestellten Whiskys erweitern kann.

Dauben als Werkzeug für das Finish

Dauben sind Holzstücke, die während des Finishings in ein Fass eingesetzt werden, damit die Spirituose mit ihnen in Kontakt kommt. Dauer und Zusammenspiel mit dem Getränk beeinflussen das Ergebnis, doch die verfügbaren Informationen zu Expedition 01 nennen weder die Dauer der einzelnen Schritte noch die Mischungsverhältnisse. Die beschriebenen Noten sollten daher eher als von der Marke vermittelte Stilidee verstanden werden und nicht als unabhängige Verkostungsnotiz.

Die Technik knüpft an eine Reihe von Maker’s Mark-Abfüllungen an, bei denen bereits mit Holz-Finishes experimentiert wurde. Bei dieser Kollektion wird der Ansatz auf Eichenhölzer unterschiedlicher Herkunft ausgeweitet. Zugleich rückt sie eine wichtige Frage innerhalb der Kategorie in den Fokus: Holz begleitet nicht nur die Reifung, sondern gehört zu den Variablen, die das endgültige Profil besonders stark prägen können.

Eine Edition für Reisende

Expedition 01 kommt in der Ein-Liter-Flasche und hat einen Alkoholgehalt von 47,5 % vol.

Die angekündigte Distribution beschränkt sich auf ausgewählte Global-Travel-Retail-Geschäfte an Flughäfen, darunter New York, London, Istanbul, Perth und Bengaluru. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 64 US-Dollar. Damit ist die Verfügbarkeit ein wesentlicher Teil des Konzepts: Die Abfüllung ist nicht als reguläre Markteinführung im Handel gedacht, sondern als Angebot für Reisende, die während ihrer Reise einkaufen.

Maker's Mark Expedition 01Auch das Flaschendesign greift das Konzept der Kollektion auf und ist von den Maserungen der verschiedenen Hölzer inspiriert. Neben der Optik steht die Idee im Mittelpunkt, dazu einzuladen, zu vergleichen, wie sich Bourbon durch den Einsatz unterschiedlicher Eichenarten verändert.

Für Kenner bietet sich die Gelegenheit, genauer auf die Rolle des Finishings zu achten. Wer die Kategorie zum ersten Mal entdeckt, kann daran erkennen, wie deutlich sich zwei Whiskys desselben Hauses durch den abschließenden Kontakt mit Holz voneinander unterscheiden können.

Wie bei jedem Bourbon lohnt es sich, ihn zunächst pur und bei Zimmertemperatur aus einem Glas zu probieren, das die Aromen zur Geltung bringt. Anschließend können ein paar Tropfen Wasser den Whisky weiter öffnen. So lässt sich beurteilen, ob die süßen Nuancen der amerikanischen Eiche, die Gewürznoten der französischen Eiche und die Mizunara zugeschriebenen floralen Noten harmonisch zusammenspielen oder einzelne Aromen stärker hervortreten.